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Shopware Relaunch mit KI: In 7 Schritten zur Migration auf Shopware 6

Ein Shopware Relaunch scheitert selten am neuen Design. Er scheitert an dem, was erst nach dem Livegang auffällt: Bestellungen kommen nicht in der Warenwirtschaft an, Produktdaten fehlen, die Rankings brechen ein. In diesem Beitrag gehen wir die sieben Schritte einer Migration auf Shopware 6 durch, egal ob ihr von Shopware 5, WooCommerce, Magento oder Shopify kommt. Zu jedem Schritt gibt es einen Prompt, mit dem euch KI die Handarbeit abnimmt.

1. Oktober 2026·13 Min. Lesezeit·Webcellent

Shopware Relaunch oder Migration: Was ist der Unterschied?

Eine Migration ist der Umzug von Daten und Funktionen in ein anderes System, etwa von Shopware 5, WooCommerce, Magento oder Shopify auf Shopware 6. Ein Relaunch ist der Neustart des Shops, meist mit neuem Design, neuer Struktur und neuen Funktionen. Beim Wechsel auf Shopware 6 kommt beides fast immer zusammen: Das Theme entsteht ohnehin neu, also nutzen die meisten Händler die Gelegenheit für ein besseres Design.

Wir haben unter anderem Wacker's Kaffee, STG und audio media service von Shopware 5 auf Shopware 6 migriert und den Shop von Fördermaterial Hasenbein von WooCommerce auf Shopware 6 geholt. Die Fehler, die bei solchen Projekten passieren, ähneln sich. Sie entstehen selten im Design, sondern in Daten, Erweiterungen, Schnittstellen und Weiterleitungen.

Genau darum geht es in den sieben Schritten unten, jeweils mit dem, was ihr selbst vorbereiten könnt. Den kompletten Ablauf mit Audit, Konzept und Betreuung beschreiben wir auf der Seite zur Shopware Migration, die Unterschiede der beiden Shopware-Versionen im Vergleich Shopware 5 vs. 6.

Vorab: So setzt ihr KI bei der Migration richtig ein

KI nimmt euch bei einer Migration vor allem Fleißarbeit ab: Listen zusammenführen, Code erklären, Weiterleitungen vorschlagen, Prüfskripte schreiben. Die Entscheidungen bleiben bei euch, und auch ein Test mit echten Bestellungen lässt sich nicht an KI abgeben.

Shopware 5 oder ein anderes System?

Für Shopware 5 bringt Shopware den Migrationsassistenten mit, für Magento gibt es ebenfalls einen offiziellen Weg über den Assistenten. WooCommerce, Shopify und die meisten anderen Systeme migriert ihr per CSV-Import, über die Programmierschnittstelle von Shopware oder mit speziellen Migrationstools. Wo sich die Wege unterscheiden, behandeln wir beide getrennt.

Drei Regeln für alle Prompts

  • Die Prompts sind Beispiele: Ersetzt die Platzhalter in eckigen Klammern durch eure Angaben und passt sie an euren Shop an
  • KI macht Fehler: Prüft jedes Ergebnis, bevor ihr damit weiterarbeitet, besonders bei Weiterleitungen und Daten
  • Kundendaten gehören nicht in ein KI-Tool, mit dem ihr keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) habt. Für die Prompts reichen Exporte ohne personenbezogene Daten

Schritt 1: Bestandsaufnahme des alten Shops

Bevor ihr irgendetwas migriert, braucht ihr eine ehrliche Liste: Was steckt im alten Shop, und was davon kommt automatisch mit? Diese Liste entscheidet über Aufwand, Kosten und Reihenfolge der ganzen Migration. Was hier fehlt, fällt erst nach dem Livegang auf.

Von Shopware 5

Der Migrationsassistent übernimmt Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Bilder und SEO-URLs. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten ordnet ihr im Assistenten zu, dafür müssen sie vorher in Shopware 6 angelegt sein. Nicht übernommen werden das Theme, die Einkaufswelten, Versandkosten und E-Mail-Vorlagen. Diese Teile baut ihr in Shopware 6 neu auf, die Einkaufswelten als Erlebniswelten.

Von WooCommerce, Shopify und anderen Systemen

Hier gibt es keinen offiziellen Assistenten. Produkte und Kategorien kommen per CSV, Kunden und Bestellungen über die Schnittstellen der Systeme oder mit Migrationstools. Plant einen Sonderfall direkt mit ein: Kundenpasswörter lassen sich aus vielen Systemen nicht übernehmen, aus Shopify zum Beispiel gar nicht. Eure Kunden vergeben dann beim ersten Login ein neues Passwort. Kündigt das vorher per E-Mail an, sonst landen die Fragen beim Support. Wie das bei WooCommerce konkret aussieht, zeigt unser Beitrag WooCommerce zu Shopware 6 migrieren.

Woher ihr die Informationen bekommt

  • Altes Backend: Plugins oder Apps, Zahlungs- und Versandarten, Kundengruppen, Inhaltsseiten und Zusatzfelder an Produkten und Kunden
  • Frontend: Klickt euch einmal selbst durch den ganzen Shop bis in den Checkout und notiert jede Funktion, die ein Kunde sieht
  • Team: Fragt die Leute, die täglich im Backend arbeiten, was sie dort tun. Das steht nämlich nirgendwo
Prompt 1: Bestandsaufnahme
Wir wechseln von [Shopware 5 / WooCommerce / Shopify / …] zu Shopware 6. Anbei unsere Bestandsliste und Exporte aus dem alten Backend. Ordne jeden Punkt zu: kommt automatisch mit / muss zugeordnet werden / neu aufbauen / Entscheidung nötig. Wenn du unsicher bist, schreib „prüfen“. Ergebnis als Tabelle mit offenen Fragen.

Exporte ohne Kundendaten verwenden. Die Punkte mit „Entscheidung nötig“ sind die Agenda für euer nächstes Projektmeeting.

Schritt 2: Plugins und Apps prüfen

Die Erweiterungen aus eurem alten Shop laufen in Shopware 6 nicht mehr, egal ob Shopware-5-Plugins, Shopify-Apps oder WordPress-Plugins. Stellt deshalb bei jeder Erweiterung zwei Fragen: Wofür wurde sie installiert? Und brauchen wir die Funktion heute noch?

Danach gibt es vier Wege: Shopware 6 kann es selbst, zum Beispiel mit dem Rule Builder oder dem Flow Builder. Es gibt eine Erweiterung im Shopware Store. Die Funktion wird individuell entwickelt, etwa als eigenes Shopware Plugin. Oder sie fällt weg, was öfter passt als gedacht.

KI macht euch für jede Erweiterung einen ersten Vorschlag und erklärt bei individuellem Code ohne Dokumentation, was er eigentlich macht. Prüft die Vorschläge aber gegen die aktuelle Shopware-Dokumentation, denn bei der Frage, was Shopware 6 im Standard kann, irrt sich KI manchmal.

Woher ihr die Liste bekommt

  • Shopware 5: aus dem Plugin-Manager, inklusive der inaktiven Plugins
  • Shopify: aus der Liste der Apps. Achtung, bei Shopify steckt oft zusätzliche Logik direkt im Theme-Code
  • WooCommerce: aus der Plugin-Übersicht in WordPress
  • Individuelle Erweiterungen: Fragt nach, wer sie gebaut hat und ob es eine Dokumentation gibt
Prompt 2: Plugins und Apps
Anbei die Liste der Plugins bzw. Apps aus unserem [ALTES SYSTEM]-Shop. Schlag pro Erweiterung vor: Shopware-6-Standard, Store-Erweiterung, Individualentwicklung oder weglassen. Mit Begründung und Sicherheit (hoch/mittel/niedrig). Nenne keine Erweiterungen mit Namen, beschreib, wonach wir suchen sollen.

Der Prompt fragt bewusst nicht nach Namen von Erweiterungen, weil KI sonst gern welche erfindet. Mit der Beschreibung sucht ihr selbst im Shopware Store.

Schritt 3: Schnittstellen erfassen

ERP, Warenwirtschaft, PIM, Versand, Zahlung und Marktplätze kommen auf eine eigene Liste. Denn der Shop kann vorne perfekt aussehen und trotzdem nicht live gehen, wenn hinten keine Bestellung mehr in der Warenwirtschaft ankommt.

Klärt für jede Schnittstelle, welche Daten fließen, in welche Richtung, wie oft und welches System führend ist. Legt außerdem die Bestellnummern im neuen Shop so an, dass sie sich nicht mit den alten überschneiden, sonst gibt es in der Warenwirtschaft doppelte Nummern. Worauf es bei einer ERP-Integration grundsätzlich ankommt, steht in unserem Glossar.

Gibt es zu einer alten Schnittstelle keine Dokumentation, liest KI den Code und schreibt sie: Datenflüsse, Sonderregeln, fest eingetragene Werte. Ob das dann wirklich so läuft, zeigt aber erst ein Test mit echten Bestellungen. Wie wir Anbindungen für Shopware 6 neu bauen, beschreibt unsere Seite zur Schnittstellenentwicklung.

So findet ihr alle Schnittstellen

  • Shopware 5: In der Benutzerverwaltung nachsehen, welche Benutzer einen API-Zugang haben. Dahinter steckt fast immer ein angebundenes System
  • Shopify: in den Einstellungen bei den Apps, auch bei den selbst entwickelten
  • WooCommerce: in den WooCommerce-Einstellungen unter „Erweitert“, bei REST-API und Webhooks
  • Selbst gehostete Shops: Lasst euch die Cronjobs auf dem Server zeigen
  • Dienstleister: Fragt nach, welche Daten sie aus dem Shop holen oder hineinschreiben
Prompt 3: Schnittstellen
Anbei der Code unserer Schnittstelle zur Warenwirtschaft. Schreib eine Doku: welche Daten, welche Richtung, wie oft, welches System ist führend. Liste alle Sonderregeln und fest eingetragenen Werte auf und welche Fragen wir dem Anbieter stellen sollten.

Entfernt vorher Zugangsdaten, API-Schlüssel und Passwörter aus dem Code.

Schritt 4: Weiterleitungen und SEO planen

Hier legt ihr eine wichtige Grundlage dafür, dass Besucher und Google eure Inhalte nach dem Livegang wiederfinden. Ändert sich eine Adresse, führt eine 301-Weiterleitung direkt auf die passende neue Seite. Unveränderte URLs brauchen keine Weiterleitung. Entfällt eine Seite ohne passenden Ersatz, ist ein Status 404 oder 410 sinnvoll.

Für das Weiterleitungskonzept braucht ihr zwei Listen. Die Liste aller alten URLs führt ihr aus mehreren Quellen zusammen, entfernt Doppelte und sortiert nach Klicks. Die Liste aller neuen URLs zieht ihr per Crawl aus dem Testsystem. Die Zuordnung übernimmt dann der Prompt.

Von Shopware 5

Der Migrationsassistent übernimmt die SEO-URLs von Produkten und Kategorien. Weiterleitungen braucht ihr trotzdem für alles, was sich ändert: umgebaute Kategorien, zusammengelegte Seiten, Einkaufswelten und Blogartikel.

Von anderen Systemen

Bei einem Systemwechsel ändern sich häufig die URL-Muster, etwa /products/… bei Shopify oder /produkt/… bei WooCommerce. Prüft zuerst, welche Adressen ihr mit den SEO-URL-Templates erhalten könnt. Für geänderte Adressen ordnet ihr passende neue Ziele zu; unveränderte Seiten bleiben unter ihrer bisherigen URL erreichbar.

Woher ihr die alten URLs bekommt

  • XML-Sitemap: Wo sie liegt, steht meist in der robots.txt. Bei Shopware und Shopify in der Regel /sitemap.xml, bei WooCommerce je nach SEO-Plugin /wp-sitemap.xml oder /sitemap_index.xml. Sie enthält aber nur, was heute aktiv ist
  • Crawl, zum Beispiel mit Screaming Frog: bis 500 URLs kostenlos, findet auch Seiten, die in keiner Sitemap stehen
  • Search Console, „Leistung“ im Tab „Seiten“: den längsten Zeitraum wählen und exportieren. Hier stehen auch alte URLs, die nirgends mehr verlinkt sind, aber noch Besucher bringen
  • Search Console, „Links“: die Seiten mit den meisten externen Links. Die dürfen auf keinen Fall ins Leere laufen
  • Produktexport aus dem alten Shop mit Artikelnummern, damit sich Produkte eindeutig zuordnen lassen
Prompt 4: Weiterleitungskonzept erstellen
Wir wechseln von [ALTES SYSTEM] zu Shopware 6. Anbei zwei Listen:
1) alle alten URLs (aus Sitemap, Crawl und Search Console) mit Title, Klicks und, falls vorhanden, Artikelnummer
2) alle URLs des neuen Shops mit Title und Artikelnummer
Erstelle daraus ein Weiterleitungskonzept. Ordne jeder alten URL das passendste Ziel zu: gleiche Artikelnummer → gleicher Inhalt → ähnliches Produkt → Kategorie → Ratgeber. Nur URLs aus Liste 2, nichts erfinden. Startseite nur im Notfall. Entfallene Seiten ohne Klicks: 410. Seiten mit vielen Klicks als „prüfen“ markieren.
Ausgabe als CSV:
alte_url;neue_url;status;sicherheit;begruendung

Der Prompt ist wortgleich aus dem Video übernommen. Prüft seine Vorschläge vor dem Einsatz: Kategorie oder Ratgeber nur bei passendem Inhalt, keine unpassende Startseite als Ersatz. Fehlende Klicks allein rechtfertigen kein 410; prüft auch Backlinks und den Nutzen der Seite. Unveränderte URLs brauchen keinen Redirect. Die CSV nutzt ihr in Schritt 7; große Shops bearbeitet ihr in Etappen.

Die Seiten mit den meisten Klicks prüft ihr trotzdem einzeln, und keine Weiterleitung geht pauschal auf die Startseite. Noch ein Klassiker: Das Testsystem steht auf noindex. Beim Livegang muss das wieder raus.

Schritt 5: Testmigration mit echten Daten

Die wichtigste Regel: früh eine Testmigration mit echten Daten machen, nicht erst am Ende. Nur so seht ihr rechtzeitig, welche Daten fehlen, falsch ankommen oder bereinigt werden müssen.

Von Shopware 5

Den Migrationsassistenten könnt ihr so oft laufen lassen, wie ihr wollt. Shopware empfiehlt sogar, die Daten zu migrieren, bevor ihr den neuen Shop einrichtet und gestaltet. Über Prüfsummen erkennt der Assistent beim nächsten Durchlauf, was sich geändert hat, und überträgt nur das.

Von anderen Systemen

Baut den Import so, dass ihr ihn beliebig oft wiederholen könnt, ohne dass doppelte Produkte oder Kunden entstehen. Am einfachsten geht das mit der Artikelnummer als festem Schlüssel. Für Produkte, Kategorien und Kunden eignet sich dafür der Import/Export von Shopware 6.

Ist wirklich alles angekommen?

Exportiert nach jedem Lauf die Produkte aus dem alten und aus dem neuen Shop und lasst ein kleines Prüfskript beide Exporte vergleichen: fehlende Produkte, falsche Preise, fehlende Bilder, abweichende Varianten, fehlende Übersetzungen. Dieses Skript schreibt euch die KI. Sie prüft dabei nicht selbst jede Zeile, so bleibt das Ergebnis nachvollziehbar, und ihr könnt das Skript nach jeder Testmigration wieder laufen lassen.

Prompt 5: Datenabgleich
Schreib mir ein Python-Skript, das zwei Produktexporte (alter und neuer Shop) über die Artikelnummer vergleicht. Melde fehlende Produkte, Preisabweichungen, fehlende Bilder, abweichende Varianten und fehlende Übersetzungen. Zusammenfassung im Terminal, Details als CSV.

Das Skript läuft lokal auf euren Exporten. Die Daten selbst müssen dafür nicht in das KI-Tool.

Stoppt bei der Testmigration die Zeit. Dann wisst ihr, wie lange der alte Shop am Tag des Livegangs im Wartungsmodus bleiben muss.

Schritt 6: Den Livegang planen

Beim Livegang hilft KI am wenigsten. Plant ihn als eigenen Projektabschnitt mit festem Ablauf: Ein paar Tage vorher senkt ihr die TTL der DNS-Einträge, damit die Umstellung schnell überall ankommt. Am Tag des Livegangs geht der alte Shop in den Wartungsmodus, dann folgt die letzte Datenübernahme mit allen Änderungen. Zum Schluss stellt ihr die Domain um und testet.

Den Ablaufplan mit Zuständigkeiten kann KI aus euren Unterlagen vorbereiten. Am Tag selbst braucht ihr aber Leute, die wissen, was sie tun.

Von Shopware 5

Schließt die Migration im Assistenten erst ganz am Ende ab. Danach könnt ihr keine Daten mehr nachziehen.

Von anderen Systemen

Schaltet das alte System nicht sofort ab. Behaltet es ein paar Wochen als Referenz, falls ihr noch Daten nachziehen oder etwas vergleichen müsst. Ein Shopify-Abo kündigt ihr also erst, wenn alles geprüft ist.

Prompt 6: Livegang
Erstelle aus unserem Migrationskonzept einen Ablaufplan für den Livegang: Zeitpunkt, Schritt, verantwortlich, Dauer, Prüfung, Plan B. Denk an DNS-TTL, Wartungsmodus, letzte Datenübernahme, Zahlungsanbieter live, noindex entfernen, Weiterleitungen, Testbestellung.

Lasst die Spalte „Plan B“ nicht leer: Für jeden Schritt sollte klar sein, wie ihr zurückkommt, falls er scheitert.

Und bitte nicht an einem Freitagnachmittag.

Schritt 7: Nach dem Livegang testen

Die ersten Tage nach dem Livegang entscheiden, ob kleine Fehler klein bleiben. Prüft deshalb gezielt, was nicht sofort auffällt. Welche Probleme nach einem Relaunch typisch sind und woran ihr sie erkennt, haben wir im Beitrag Warum Relaunches mehr brauchen als ein neues Frontend zusammengestellt.

Für die Weiterleitungen nehmt ihr das Konzept aus Schritt 4. Entweder ladet ihr die alten URLs im Listenmodus in Screaming Frog und seht, wohin jede URL weiterleitet. Oder ihr lasst euch von der KI ein Prüfskript schreiben, das jede Weiterleitung aus dem Konzept automatisch testet.

Das prüft ihr direkt nach dem Umstellen

  • Eine echte Bestellung, vom Warenkorb bis zur Rechnung
  • Zahlung: Sind die Zahlungsanbieter auf live umgestellt, und zeigen die Webhooks auf den neuen Shop?
  • Versand und E-Mails an Kunden
  • Kommt die Bestellung in der Warenwirtschaft an?
  • Läuft das Tracking?
  • Weiterleitungen: alle alten URLs aus dem Konzept, per Screaming Frog oder Skript
  • Search Console: In den ersten Wochen regelmäßig unter „Seitenindexierung“ nachsehen. Unerwartete 404 prüfen und bei vorhandenem Nachfolger passend weiterleiten; bewusst entfernte Seiten ohne Ersatz dürfen 404 oder 410 liefern
Prompt 7: Weiterleitungs-Check
Schreib mir ein Python-Skript, das jede alte URL aus unserem Weiterleitungskonzept (die CSV aus Schritt 4) aufruft und prüft: Kommt eine 301? Landet sie auf dem geplanten Ziel? Liefert das Ziel 200? Gibt es Ketten? Ergebnis als Liste mit OK oder Fehler.

Lasst das Skript nach dem Livegang mehrmals laufen. Ergänzt den Prüfauftrag aus dem Video um Status 308: Auch das ist eine permanente Weiterleitung. Unveränderte URLs mit Status 200 und bewusst entfernte Seiten mit 404/410 bewertet ihr getrennt.

Die 7 Schritte auf einen Blick

Bestand aufnehmen, Plugins und Apps als Funktionen betrachten, Schnittstellen separat planen, Weiterleitungen von Anfang an mitdenken, früh testmigrieren, den Livegang als eigenen Prozess planen und danach alles durchtesten. Das gilt für den Weg von Shopware 5 genauso wie für jedes andere System. Die Prompts findet ihr bei den einzelnen Schritten und in der Beschreibung des Videos.

SchrittWorauf es ankommtWobei KI hilft
1. BestandsaufnahmeListe aller Daten, Funktionen und Inhalte, mit Entscheidung je PunktZuordnung: kommt mit, zuordnen, neu bauen oder entscheiden
2. Plugins und AppsWird die Funktion noch gebraucht? Standard, Store, Entwicklung oder weglassenVorschlag je Erweiterung, Erklärung von undokumentiertem Code
3. SchnittstellenDaten, Richtung, Häufigkeit, führendes System und BestellnummernDokumentation aus vorhandenem Code
4. Weiterleitungen und SEOVollständige Liste alter URLs, passende Ziele, nie pauschal StartseiteWeiterleitungskonzept als CSV
5. TestmigrationFrüh, mit echten Daten und wiederholbarPrüfskript für den Datenabgleich
6. LivegangDNS-TTL, Wartungsmodus, letzte Datenübernahme, Plan BAblaufplan mit Zuständigkeiten
7. Nach dem LivegangEchte Bestellung, Zahlung, Warenwirtschaft, Tracking, WeiterleitungenPrüfskript für die Weiterleitungen

KI nimmt euch heute viel Fleißarbeit ab. Aber die Prompts sind Beispiele, und was die KI ausgibt, prüft ihr immer selbst.

Häufige Fragen zum Shopware Relaunch

Was ist der Unterschied zwischen einem Shopware Relaunch und einer Migration?

Die Migration ist der Umzug von Daten und Funktionen auf Shopware 6. Der Relaunch ist der Neustart des Shops mit neuem Design und oft neuer Struktur. Beim Wechsel auf Shopware 6 fällt beides meist zusammen, weil das Theme ohnehin neu gebaut wird.

Wie lange dauert ein Shopware Relaunch?

Ab vier Wochen bei kleinen Shops, im Schnitt rund drei Monate. Wie lange es dauert, hängt vor allem an der Datenmenge, an der Zahl der Plugins und Schnittstellen und daran, ob das Design neu entsteht.

Was kostet ein Shopware Relaunch?

Bei uns ab 5.000 €. Wo ein Projekt landet, bestimmen Datenmenge und Datenqualität, Plugins, Schnittstellen und das Design. Mit einem technischen Audit oder Konzept ab 2.500 € wisst ihr vorher, was die Migration kostet.

Kann KI die Migration auf Shopware 6 komplett übernehmen?

Nein. KI nimmt euch Fleißarbeit ab, etwa das Zuordnen von Listen, das Dokumentieren von Code, Vorschläge für Weiterleitungen und Prüfskripte. Entscheidungen, Tests und den Livegang übernimmt sie nicht, und jedes Ergebnis muss geprüft werden.

Dürfen Kundendaten in ein KI-Tool?

Nur, wenn ihr mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) geschlossen habt. Für die Prompts in diesem Beitrag reichen Daten ohne Personenbezug, etwa Produktlisten, URL-Listen und Code ohne Zugangsdaten.

Welche Daten überträgt der Shopware Migrationsassistent?

Aus Shopware 5 unter anderem Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Medien und SEO-URLs. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten ordnet ihr zu. Theme, Einkaufswelten, Versandkosten und E-Mail-Vorlagen baut ihr in Shopware 6 neu auf.

Verliert der Shop beim Relaunch seine Rankings?

Nicht, wenn jede relevante alte URL per 301 auf die passende neue Seite weiterleitet und ihr nach dem Livegang Fehlerseiten und Indexierung beobachtet. Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.

Shopware Migration

Ihr wollt die Migration nicht allein stemmen? Wir übernehmen Bestandsaufnahme, Datenmigration, Weiterleitungen, Schnittstellen und Livegang, komplett oder in einzelnen Schritten.

Shopware Migration: Ablauf, Kosten und Praxisbeispiele

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Aus einem Artikel wird erst dann Wert, wenn daraus ein klarer nächster Schritt entsteht.

Wenn du ein Thema aus diesem Beitrag in deinem eigenen System, Shop oder Prozess wiedererkennst, lohnt sich ein sauberer Blick auf Scope, Daten und technische Basis.

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