ERP-Integration
Wenn Shop und Warenwirtschaft synchronisiert arbeiten statt nebeneinander.
Definition
Eine ERP-Integration verbindet einen Online-Shop mit einem Enterprise Resource Planning System (z.B. SAP, Navision, JTL, Sage) – sodass Bestellungen, Lagerbestände, Preise und Kundendaten automatisch zwischen beiden Systemen synchronisiert werden.
Ohne ERP-Integration entstehen manuelle Prozesse: Bestellungen müssen händisch ins ERP übertragen werden, Lagerbestände werden nicht in Echtzeit aktualisiert, und Preisänderungen im ERP müssen separat im Shop eingepflegt werden. Das kostet Zeit und führt zu Fehlern.
Eine saubere ERP-Integration definiert, welches System für welche Daten führend ist. Typisch: Das ERP führt Lagerbestände und Preise, der Shop führt Bestellungen. Neue Bestellungen fließen aus dem Shop ins ERP, aktualisierte Bestände fließen aus dem ERP in den Shop.
Technisch kann die Integration über native Konnektoren (z.B. JTL-Connector für Shopware), Middleware (z.B. Plentymarkets, Pickware) oder individuelle API-Entwicklung umgesetzt werden. Die Wahl hängt von den beteiligten Systemen und der Komplexität der Geschäftslogik ab.
Praxisbeispiel
Ein Händler nutzt JTL-Wawi als ERP und Shopware 6 als Shop. Über eine individuelle JTL-Shopware-Schnittstelle werden Bestellungen in Echtzeit ins ERP übermittelt, Lagerbestände stündlich synchronisiert und Preise täglich aus dem ERP in den Shop gespielt.
Was du wissen solltest
- Führendes System pro Datenobjekt vorab klar definieren
- Fehlerbehandlung ist entscheidend – stille Ausfälle sind das häufigste Problem
- Testphase mit Produktionsdaten einplanen, nicht nur mit Testdaten
Schnittstellenentwicklung
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