Idempotenz
Wiederholte Anfragen derselben Aktion ohne doppelte beabsichtigte Wirkung.
Definition
Idempotenz bedeutet bei Softwareaktionen, dass wiederholte identische Anfragen denselben beabsichtigten Effekt haben wie eine einzelne Anfrage.
Eine erneut gesendete Neustartanfrage darf beispielsweise denselben Neustart nicht ein zweites Mal auslösen. Zusätzliche Protokolleinträge oder unterschiedliche Antworten sind damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Die Unterscheidung zwischen beabsichtigter Wirkung und weiteren Effekten findet sich auch in der HTTP-Spezifikation zur Idempotenz.
Ein Idempotenzschlüssel kann Wiederholungen derselben beabsichtigten Aktion zuordnen. Die ausführende Software muss diese Zuordnung im vereinbarten Geltungsbereich umsetzen und den beabsichtigten Effekt bei Wiederholungen erhalten. Der Schlüssel allein garantiert dieses Verhalten nicht.
Praxisbeispiel
Die Antwort auf einen angenommenen Neustart geht verloren. Wird dieselbe beabsichtigte Aktion mit demselben Idempotenzschlüssel erneut angefragt, ordnet die Software sie dem bereits angenommenen Neustart zu, statt ihn ein zweites Mal auszulösen.
Wie Idempotenzschlüssel und Vorgangskennungen bei einer verlorenen Antwort zusammenwirken, zeigt unser Neustartbeispiel für einen KI-Agenten.